Shiatsu hat seinen Ursprung in den Techniken von Anma (die traditionelle japanische Form der Massage) die vor etwa 1500 Jahren durch Kriegermönche nach Japan gebracht wurde.
Anma ist eine Therapieform, die die Stimulation von Tsubos (Schlüsselnervenpunkte) benutzt, um Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Später verlor sich die therapeutische Anwendung und die Bedeutung von Anma, da die Massage bald nur noch zur Entspannung und des angenehmen Gefühls wegen praktiziert wurde.
Das führte dazu, das Anma nicht mehr als medizinische Therapieform betrachtet wurde.
Anma Therapeuten integrierten daraufhin Erkenntnisse der westlichen Physiologie und Anatomie und gaben ihrer Arbeit in der Folge den Namen „Shiatsu“.
Aus Japan haben sich bei uns in Europa vor allem vier Richtungen des Shiatsu verbreitet und in der Folge auch weiterentwickelt. Es sind die Stile von:

Stil von Tokujiro NAMIKOSHI

Stil von Shitsuto MASUNAGA

Die offizielle Anerkennung von Shiatsu in Japan ist vor allem auf seine Arbeit zurückzuführen. Sein Stil richtet sich auf das drücken von Reflexzonen. 1949 kam Shitsuto MASUNAGA und machte es sich zur Aufgabe, das uralte System der östlichen Medizin mit der westlichen Physiologie und Anatomie in Einklang zu bringen.
Er wollte damit verhindern, das Shiatsu auf eine mechanische Technik reduziert wird – anstatt zu einem umfassenden Heilmittel für die Lebenskräfte in unserem Körper werden zu lassen.

Stil von Shizuko YAMAMOTOU

Stil von Watame OHASHI

Yamamotou entwickelte die Variante des Barfuß- Shiatsu.

Ohashi entwickelte die Variante des Ohashishiatsu.

1970 begann die Verbreitung von Shiatsu in Europa.
1998 gelang dem ÖDS (österreichischer Dachverband für Shiatsu) die gewerberechtliche Verankerung als Teilbereich der Massage.